Schlafstörungen sanft entgegenwirken

Wer nachts stundenlang wach liegt und in den frühen Morgenstunden völlig erschöpft aus dem Bett steigt, wünscht sich nichts sehnlicher, als ein paar Stunden am Stück tief und fest durchzuschlafen. Doch wie kann man einen gesunden Schlaf fördern und Schlafstörungen entgegenwirken? Zunächst einmal gilt es natürlich, die Ursachen abzuklären. Besteht keine chronische Krankheit, auch kein seelisches Leiden wie etwa schwere Depressionen, sollte nicht gleich zu starken Medikamenten gegriffen werden – denn die bergen mitunter die Gefahr der Abhängigkeit. Man kann dagegen zunächst versuchen, zu sanften Hausmitteln und Medikamenten zu greifen, um wieder Schlaf finden zu können.

Melatonin für einen natürlichen Rhythmus
Heiße Milch mit Honig entspannt zwar, sorgt aber mitunter für eingebrannte Kochtöpfe und verhilft nicht jedem zum ersehnten Schlaf. Ein Medikament, das in der Regel gut vertragen wird, den Kochtopf schont und nicht abhängig macht, ist Melatonin. Melatonin als Medikament ist ein künstlich hergestelltes Hormon. Der Körper produziert Melatonin auch selbst – doch wenn eine Schlafstörung vorliegt, kann eine Ursache dafür sein, dass das Hormon in nicht ausreichender Weise produziert wird.
Melatonin steuert unseren Tag-und-Nacht-Rhythmus. Das Gehirn erhält über die Netzhaut die Meldung, dass es Nacht wird. Die Produktion von Melatonin wird angeregt. Wenn im Körper Melatonin produziert wird, werden wir müde und fallen in der Regel in einen gesunden Schlaf. Sobald es dämmert, produziert der Körper wieder weniger Melatonin und die Lebensgeister beginnen, sich zu regen. Präparate, die den Wirkstoff Melatonin enthalten, können dazu beitragen, den Tag-und-Nacht-Rhythmus wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen.

Hilfe aus der Natur
Ebenfalls hilfreich, um einen gesunden Schlaf auf natürliche Weise zu fördern, sind Arzneien auf der Basis von Baldrian, Hopfen, Melisse oder Lavendel. Diese Pflanzen wirken Nervosität, Angst und Unruhe entgegen und können so dabei helfen, Körper und Geist zu entspannen. Melisse lässt sich prima als Tee zubereiten: Einfach Wasser in einem Kochtopf zum Kochen bringen. Getrocknete Melissenblätter in eine Tasse geben, mit heißem Wasser aus dem Kochtopf übergießen und sieben Minuten ziehen lassen.

Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

Man kann versuchen mit folgenden Hausmitteln den Schlafstörungen entgegenzuwirken:

1. Lüften: Ein gut durchlüftetes Schlafzimmer kurz vor dem Schlafengehen wirkt wahre Wunder. Das Zimmer sollte nur wenig oder auch gar nicht beheizt werden.

2. Leichter Sport: Ein bisschen Bewegung einige Stunden vor der Nachtruhe macht müde, aber es sollte sich dabei nur um leichten Sport handeln (beispielsweise Joggen) und er sollte auch nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen gemacht werden.

3. Leichte Kost: Lebensmittel die schwer verdaut werden sollte man generell abends nicht mehr essen, denn die Arbeit des Magen-Darm-Traktes kann den Schlaf erheblich stören.

4. Entspannung: Bevor man schlafen geht sollte man es mit etwas Entspannendem, wie einem Spaziergang, ein paar Yoga-Übungen oder einem Buch lesen, probieren.

5. Rhythmus: Wenn man kann, dann sollte man versuchen einen Schlafrhythmus zu entwickeln. Dann kann der Körper sich daran gewöhnen und stellt sich auf die Bettzeiten ein.

6. Keine Stimulation der Sinne: Wenn die Zeit des Schlafengehens näher rückt, dann sollte man versuchen Geräuschen und Licht langsam aus dem Weg zu gehen. Fernsehen kann den Schlaf hinauszögern oder macht das Einschlafen schwer. Auch stimulierende Getränke wie Cola, Alkohol und Kaffee sind vor dem Schlafengehen gänzlich ungeeignet, auch wenn der Alkohol müde macht kann er das Durchschlafen erschweren. Das Rauchen sollte man unmittelbar vor dem Schlafen gehen auch vermeiden.

7. Die richtige Zeit: Diese ist sicher die wichtigste Regel von allen. Man sollte nur dann ins Bett gehen, wenn man auch wirklich müde ist. Zum Einschlafen kann man sich nicht zwingen und falls man es versucht stresst man sich nur noch mehr und bewirkt damit bloß das Gegenteil.

Sollte dies alles nicht funktionieren, gibt es immer noch… (und eben, was beworben wird :) )

Was kann passieren, wenn man nichts gegen die Schlafstörungen unternimmt?

Kurzzeitige Schlafstörungen kann jeder einmal bekommen, wenn man eine Nacht lang schlecht geschlafen hat, dann hat es meist keine großen Auswirkungen auf den Körper und die Psyche. Bei einem längeren Zeitraum, verbunden mit dem Grund der Schlafstörung, der Intensität und dem persönlichen Empfinden des Betroffenen können Konzentrationsschwäche, Nervosität, Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit, übermäßiges Schmerzempfinden, Kreativitiätsverlust, emotionale und psychische Störungen, Reizbarkeit, plötzliche Müdigkeit und Ungeduld die Folge sein.

Wie entstehen Schlafstörungen und welche Formen von Schlafstörungen gibt es eigentlich?

Es existieren mehrere Formen von Schlafstörungen, darum gibt es auch mehrere verschiedene Ursachen dafür. Es reagiert auch jeder Körper anders, darum hat nicht der eine automatisch die gleichen Symptome wie der andere.

Klären wir zunächst einmal die wichtigsten Schlafstörungen es denn eigentlich gibt:

- Insomnien: Als Insomnien werden Probleme beim Einschlafen, das Erwachen im Schlaf und das verfrühte Aufwachen bezeichnet.

- Schlafapnoe: Darunter versteht man einen kurzweiligen Atemstillstand im Schlaf, der meist mit dem Schnarchen im Zusammenhang steht.

- Zirkadiane Schlafstörungen: Diese Schlafstörung tritt häufig bei Schichtarbeitern auf, die sich an die Umstellung nicht oder nur schwer gewöhnen können.

- Hypersomnien: Unter einer Hypersomnie versteht man einen übermäßigen Schlaf, was nichts anderes bedeutet als dass man länger schläft als normal.

- Parasomnien: Bei den Parasomnien kann man entweder Albträume bekommen, oder der Körper gibt Signale ab, wie zum Beispiel Schlafwandeln, Zähneknirschen oder plötzliches Aufschrecken in der Nacht.

- Restless-Legs-Syndrom: Auch bekannt unter schlafbezogene Bewegungsstörungen, bei der man nachts wortwörtlich die Füße nicht stillstehen können.

Alle diese Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben, manche liegen, wie oben erwähnt, mit der Schichtarbeit oder dem sogenannten Jetlag zusammen, andere sind psychischer Natur, wie Depressionen, Stress oder Kummer, dann gibt es noch die körperlichen Ursachen, wie Lärm, helles Licht oder Schmerz und auch sogenannte pharmakologische Ursachen, wie der Konsum von Kaffee, Alkohol oder der Nebenwirkung irgendwelcher Medikamente.

Was sind Schlafstörungen?

Normalerweise ist es gesund für einen erwachsenen Menschen, wenn er in der Nacht zwischen 7 und 8 Stunden schläft. Aber da das nicht immer und überall möglich ist wird in den meisten Fällen weniger geschlafen, das ist aber eher eine reine Gewöhnungssache und meist bleibt ja das Wochenende zum Ausschlafen.

Doch was ist, wenn der normale Schlafrhythmus plötzlich nicht mehr stimmt?

Jeder Mensch hat ein persönliches Schlafverhalten, manche schlafen generell nicht länger als 6 Stunden in der Nacht, andere länger. Aber irgendwann ist es mit dem Schlafen nicht mehr so wie immer, sondern man hat Schwierigkeiten beim Einschlafen, wacht vielleicht mitten im Schlaf auf oder erwacht frühzeitig.

Wenn oben genanntes nur einmalig oder eher selten auftritt, dann besteht kein Grund zur Sorge, wenn es allerdings häufig (fast jede Nacht) geschieht, dann besteht der Verdacht auf Schlafstörungen